Ein Medikament gegen „Rabattitis“? Was Finanzierungsangebote leisten können Rabatte, Rabatte, Rabatte. Keiner kann die Prozentzahlen mehr sehen. Sie verderben das Geschäft, den Gewinn und schließlich die Freude am Verkaufen. Kunden warten auf die 100 %-Marke im Möbelhandel, dessen Winken mit Preisfahnen sie gewohnt sind. Gerade deshalb steht die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Fritz Grube, Key-Account Manager der BHW-Postbank, sieht einen Ausweg aus der Misere durch den effektiven Einsatz von Finanzierung. Als Gast im Branchenforum der Möfa verwies er auf eine aktuelle Studie, nach der 42% aller Möbelkunden einer Finanzierung positiv gegenüberstehen. Ist diese mit 0 % Zinsen versehen, würden sogar weitere 28% zuschlagen. /Fritz+Grube+Finanzierung.jpg) Eine ungeahnte Chance also für den Möbelmarkt? Als Ausweg aus der Prozent-Misere zumindest eine Überlegung wert. Positiv für die Wertigkeit des Wohnens, für Möbel als Qualitätsprodukt und für ein hohes Ansehen der Branche allgemein. Die Kunden sind dank Finanzierung flexibler und tätigen sofort den Kauf, obwohl sich das Produkt in gleicher Weise abnutzt und eine erneute Anschaffung somit früher ansteht. Zum Liquiditätsvorteil für die Kunden kommen außerdem die höheren Verkaufswerte, von denen die Hersteller profitieren. Die Finanzierung: Sicherlich kein Allheilmittel. Aber ein Anfang, der hilft, die großen Preisbanner in den Hintergrund zu rücken. Text: Martin Möller Foto: Patrick Proest |