Jahrtausende alt und immer noch aktuellGrundlagenwissen – lebendig vermittelt Schon die alten Ägypter entdeckten vor 4.000 Jahren das technische Verfahren. Heute spielt es unter anderem auch in der Autoindustrie, im Schiffs- und Yachtbau und selbst bei der Einrichtung von Flugzeugen eine maßgebliche Rolle. Die Rede ist von Furnieren und dem zugrunde liegenden Herstellungsprozess. Ein Thema, über das es sich gewiss zu Reden lohnt. Zum einen, und das selbstverständlich eingehend, im „normalen“ warenkundlichen Unterricht der Möfa. Manchmal kommt dann aber auch noch Verstärkung für den Dozenten. Etwa durch Lilijana Groh von der 1996 gegründeten „Initiative Natur und Furnier“, einer Marketingorganisation der deutschen Furnierwirtschaft. /furnier.jpg) Furnierherstellung ist ein langer, aus sieben Schritten bestehender Prozess. Er beginnt mit dem Rundholzeinkauf, der nur von Kennern durchgeführt werden kann. Diese sind in der ganzen Welt unterwegs, beurteilen die Stämme und schaffen so die Grundlage für die erfolgreiche Fertigung. Die nachfolgenden Herstellungsschritte zu kennen, ist hilfreich für die Studierenden. Denn nach neuen Einsichten ist im Ergebnis klar: Furnier ist eine sparsame und intelligente Nutzung von Holz. Und auch, wenn die Imitate immer besser werden, bleibt Furnier einzigartig. Es ist ein individuelles Stück Natur, auf das zu Recht im Handel mit Gütezeichen, Flyern und Informationsständern hingewiesen wird. Viele Studierenden der Möfa kommen ursprünglich aus dem Handwerk, waren zum Beispiel Schreiner oder Tischler. Klar, dass ihnen das Herz aufgeht, wenn im Unterricht ein lebendiger Brückenschlag zwischen Warenkunde und Marketing gelingt. Text und Fotos: Nelli Welker |