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Inhalt des Fachstudiums

In den verschiedenen Unterrichtsfächern werden die Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die ein Fachberater für die betriebliche Praxis benötigt. Der zukünftigen Tätigkeit entsprechend stehen praxisbezogene Übungen im Mittelpunkt. Praxisgerechte Verkaufssituationen werden in drei Studios anhand von Möbel- und Küchenausstellungen simuliert und mit Hilfe einer Videoanlage aufgezeichnet.
Exkursionen zu Herstellern, Einkaufsverbänden, Möbelhäusern und Küchenspezialisten vermitteln Kontakte zur Praxis. Auf der jährlich stattfindenden Möbelmesse werden eine Woche lang intensiv Modellstudien betrieben. Vorträge von Fachreferenten aus der Praxis ergänzen das Studium.


Studienfächer

Möbelkunde

Den Studierenden werden die Warenkenntnisse vermittelt, die zur Beratung des Kunden erforderlich sind. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Gebrauchseigenschaften des Möbels. Wesentliche Unterrichtsinhalte sind: Holzarten, Holzwerkstoffe und nichthölzerne Materialien, konstruktive Details und Beschläge, Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung und -beschichtung.

Küchentechnik

Dieses Fach umfasst die Bereiche Gerätekunde sowie Montage- und Anschlusstechniken. Neben Grundwissen zur Funktionsweise der unterschiedlichen Küchen- und Hausgeräte werden hier spezifische Installationspläne erarbeitet. Anschauungsmaterialien bis zur fertigen Einbauküche stehen zur Verfügung. Die Montage diverser Küchentypen wird selbständig von den Studierenden durchgeführt.

Polstermöbelkunde

Hier stehen die unterschiedlichen Aufbaumöglichkeiten von Polstermöbeln im Vordergrund. Der Studierende lernt die qualitativen Merkmale des Gestellbaus sowie die unterschiedlichen Methoden der Polsterung kennen. Materialproben sowie Schnittmodelle verdeutlichen die Gebrauchseigenschaften und bilden die Grundlage für Verkaufsargumente.

Heimtextilien

Im Einrichtungsfachhandel gewinnen die Heimtextilien immer mehr an Bedeutung. Dazu gehören die Möbelbezugstoffe, die nicht nur den speziellen Kundenwünschen, sondern ebenso dem Aufbau und der Form eines Polstermöbels entsprechen müssen, Fensterdekorationen, textile Bodenbeläge und Wandverkleidungen sowie die Bettwaren. Voraussetzung für eine fachkundige Kundenberatung ist die Fähigkeit, Stoffqualitäten im Hinblick auf den speziellen Einsatzbereich sowie ihr Preis-Leistungsverhältnis beurteilen zu können. Wichtige Unterrichtsthemen sind u.a. die fasertypischen Gebrauchseigenschaften einschließlich Pflege- und Reinigung, Veredelungen, Garnqualitäten und Webtechniken.

Stilkunde

Um zeitgenössische gestalterische Leistungen besser beurteilen zu können, ist es notwendig, dass der Studierende über Kenntnisse der künstlerischen und handwerklichen Leistungen der Vergangenheit verfügt. Im Fach Stilkunde werden vor allem Verbindungen zwischen der Möbelkunst und dem dazugehörigen kulturellen Umfeld hergestellt, wodurch ein tiefergehendes Verständnis für das spezifische Denken vergangener Epochen vermittelt wird. Bei den Küchenfachberatern liegt der Schwerpunkt in der Darstellung der Geschichte des modernen Möbeldesigns unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der modernen Küche.

Darstellungstechniken

Der erfolgreiche Berater muss in der Lage sein, den Kunden durch visuelle Darstellung von Einrichtungsideen zum Kaufabschluss zu motivieren. Von der Handskizze bis zur ausgefeilten Perspektive reicht die Skala der Unterrichtsinhalte. Dabei fertigt der Studierende Grundrisszeichnungen, Wandansichten, Zentral-, Vogel- und Eckperspektiven an.

Raumplanung

Der Studierende wird in die Lage versetzt, jeden einzelnen Raum einer Wohnung nach den besonderen Anforderungen des Kunden zu planen.

Die Kenntnisse über Funktionen möglicher Einrichtungen sowie die Bedeutung der Farbenlehre werden ebenso in konkrete Einrichtungsvorschläge umgesetzt wie räumliche Gegebenheiten berücksichtigt werden. Einbezogen werden Fragen der Beleuchtung und der Verwendung geeigneter Textilien, um komplexe Problemlösungen anbieten zu können.

Küchenplanung

Die Besonderheiten der Küchenplanung und -gestaltung sind ebenso wie die Erkenntnisse moderner Arbeitsabläufe und neuester Haushaltstechnik Inhalt dieses Faches. Dabei werden anhand unterschiedlicher Programme bekannter Küchenhersteller Küchen und Hauswirtschaftsräume geplant und die dazugehörigen Angebote erstellt.

Die planerische Tätigkeit endet nicht an der Küchentür, sondern greift auch im Rahmen integrierter Planung auf die anliegenden Räume über. Wohnküche und Wohn-/Essbereich gewinnen zunehmend an Bedeutung und erfahren aufgrund der komplexen Planungssituationen entsprechende Berücksichtigung im Unterricht.

Programmkunde

Viele Verkaufsgespräche scheitern an unzureichenden Programmkenntnissen der Berater. Da heute ein Einrichtungshaus nahezu alle auf dem Markt vorhandenen Möbel beschaffen kann, muss der Fachberater einen möglichst guten Überblick über die Programmvielfalt haben. Gerade in kleineren Häusern, denen nur begrenzte Stellflächen zur Verfügung stehen, und in Küchenspezialgeschäften steht der Katalogverkauf im Vordergrund .

Im Fach Programmkunde erhält der Studierende deshalb einen Überblick über die verschiedenen Programme der in- und ausländischen Hersteller, und er lernt, mit Typen- und Preislisten umzugehen.

Allgemeine Rhetorik

Nach wie vor ist das mündliche Verkaufsargument für den Berater das letztlich entscheidende Hilfsmittel zum Verkaufserfolg. Im Fach allgemeine Rhetorik werden die Grundlagen für erfolgreiche Ausdrucksformen, Sicherheit in der Verwendung von Fachbegriffen und in der Sprechtechnik gelegt.

Verkaufspsychologie

In der modernen Psychologie setzt sich die Erkenntnis durch, daß erfolgreiche Kommunikation nur unter Berücksichtigung der Verhaltensmuster der Gesprächspartner möglich ist. Fachliche Überzeugung spielt dabei erst in zweiter Linie eine Rolle. Da dies naturgemäß auch im Verkaufsgespräch gilt, werden im Fach Verkaufspsychologie diese Grundlagen erarbeitet und auf praktische Verkaufssituationen übertragen.

Verkaufstechnik und -taktik

Psychologisch richtiges Verkaufsverhalten, Fragetechnik und Fachargumentation werden in kleinen Gruppen in Form von Rollenspielen trainiert. Dabei lassen sich die Bedingungen der Praxis in einem entsprechenden Umfeld, zu dem Möbelprogramme verschiedener Hersteller, Dekorationen und Verkaufsunterlagen zählen, wirklichkeitsnah simulieren. Die Aufzeichnung per Video gestattet durch die Wiederholung eine Beurteilung der Trainingssituation und gibt damit dem Teilnehmer die Möglichkeit, Schwachpunkte leichter zu erkennen und Fehler nachhaltig zu korrigieren.

Computergestützte Küchenplanung/Auftragsbearbeitung Computergestützte Raum-planung/Auftragsbearbeitung

Im Studiengang der Küchenfachberater bildet das Fach Küchenplanung und -gestaltung den Schwerpunkt des gestalterischen Bereichs. Dabei bietet die computergestützte Küchenplanung dem Fachberater Hilfen, seine Tätigkeit im Planerischen wie in der Angebotserstellung rationeller zu gestalten.

Der Küchenfachberater ist gerüstet, sich in der betrieblichen Praxis als Küchenplaner am Computer zu bewähren und branchenspezifische Software einzusetzen. Nachdem inzwischen auch Software für den Wohnbereich zur Verfügung steht und sicherlich in naher Zukunft in größerem Umfang entwickelt werden wird, wurde dieses Fachgebiet ebenfalls in die Lehrinhalte für den Studiengang Einrichtungsfachberater aufgenommen.

Betriebswirtschaftslehre

Die Kenntnisse betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge erleichtern dem Fachberater das Agieren in seinem beruflichen Umfeld. Neben den Funktionen des Handelsbetriebes werden schwerpunktmäßig Fragen und Probleme des Kaufvertrags, des Zahlungsverkehrs und der Personalwirtschaft behandelt.

Finanzarithmetik

Der Studierende erwirbt für seine zukünftige Tätigkeit ausführliche Kenntnisse der Warenkalkulation sowie der Kalkulationskontrolle und Rentabilitätsrechnung. Der zunehmenden Bedeutung von Teilzahlungsgeschäften im Möbelhandel wird im Bereich Finanzierung Rechnung getragen. Im Vordergrund steht die Berechnung und Abwicklung dieser Verträge.

Ausbildungswesen

Dem Personal- und Ausbildungswesen kommt besondere Bedeutung zu, da der erfolgreiche Abschluß der Schule zur Ausbildung im Betrieb gemäß Ausbildereignungsverordnung vom 29. April 1972 berechtigt.
Grundfragen der Berufsausbildung und Probleme der Jugendlichen in der Ausbildung bestimmen einen Teil der fachlichen Inhalte.
Dabei wird den Studierenden die Aufgabe und Verantwortung des Ausbilders bei der Planung der einzelnen Ausbildungsabschnitte verdeutlicht.

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