„Möfa-Netzwerk“: Gemeinsam statt einsamIdeen bei der Gestaltung des Möfa-Messestands /messe_1.jpg)
„Das wird echt super.“ Carmen Freier steht in einer fast leeren Halle der Messe Köln, wenige Tage vor Beginn der IMM 2009, an der Stelle, an der sich in kurzer Zeit die Fachschule des Möbelhandels der Öffentlichkeit auf ungefähr 70 Quadratmetern präsentieren wird. Noch hängt ein Kabel aus der Decke, der Boden ist mit Sägespänen bedeckt und es werden fleißig Spanplatten für die Außenverkleidung zugeschnitten. Will sagen: Noch kann von einem fertigen Messestand nicht die Rede sein, aber alle Projektmitglieder sind froh, endlich die Phase der Konzeptionierung und Planung hinter sich gelassen zu haben. Seit langer Zeit entwickelte Ideen können jetzt praktisch umgesetzt werden. Hinter den zehn Projektmitgliedern, die mit der Unterstützung des Möfa-Dozenten Dr. Michael Weide den Messeauftritt der Fachschule geplant haben und ihn jetzt bauen und betreuen, liegt eine fast einjährige Zeit mit vielen Entscheidungen. Entstanden aus einem Projekt im Rahmen des Gestaltungsunterrichtes, begann die jetzige Projektgruppe schon im vorangegangenen Schuljahr damit, ein auf die Möfa zugeschnittenes Konzept für die Messe zu entwickeln. „Zu Beginn unserer Überlegungen stand: Wofür steht die Möfa, was macht sie aus, was sind zentrale Themen rund um und an der Fachschule?“, erklärt Carmen Freier, Mitglied der Projektuntergruppe „Konzept“. Nach regem Meinungsaustausch einigte man sich schließlich auf das Thema „Netzwerk“. Es steht für die intensiven Kontakte zwischen gegenwärtigen und ehemaligen Studierenden der Möfa, für den vielfältigen Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen beiden Gruppen und für das Bemühen, diese chancenreichen persönlichen Begegnungen stets noch weiter auszubauen. /messe_3.jpg)
Ein Thema zu finden markiert erst den Anfang der Arbeit und der ist bekanntlich immer schwer. Wie aber lässt sich dieses Thema darstellen? Die Gruppe entschied sich für einen geschlossenen Stand, dessen teilweise fachwerkähnliches Strebewerk den Netzwerkgedanken visuell umsetzt, dabei aber zugleich Blicke ins Innere zulässt. Außen- wie Innenwände haben die gleiche, mutige Farbe: Schwarz. Die dunkle Umgebung lenkt den Blick des Betrachters sofort auf neonfarbene Koffer an den Wänden des Messestandes. Sie symbolisieren zum einen die verschiedenen Bundesländer, denn „Möfisten“ kommen bekanntlich aus ganz Deutschland. Wichtig ist des Weiteren der Inhalt der Koffer, der sowohl für das Bundesland als auch für die Möbelbranche typisch ist. Im Zentrum natürlich, wie kann es anders sein, steht der Koffer aus Köln, bestückt unter anderem mit Kölsch, Minidom und einem Taschenrechner. „Uns war es wichtig sowohl die Vielseitigkeit der Menschen an der Möfa als auch der Schule selbst darzustellen“, sagen Projektmitglieder über das Kofferarrangement. Es wird ergänzt durch neonfarbene Fatboys, die zum Entspannen einladen und durch einen Tisch, der - einem Alpha-Zeichen nachempfunden – auf das „Meetatmoefa“-Internetportal zur Kontaktpflege für Ex-Möfisten verweist. /meetatmoefa.jpg)
„Jetzt legen wir noch ein paar Nachtschichten ein und wenn alles vorbei ist, machen wir erstmal Party“, meint Daniel Wagner, Mitglied der Arbeitsgruppe „Messebau“ einige Tage vor dem Beginn der Messe. Bislang hat alles perfekt geklappt. Zweifellos ein echter Grund für späteres Feiern. Text: Neele Ortland Foto: Meike Knappstein, Tommy Fitze |