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Nachgefragt: Karrierechancen in der Einrichtungsbranche

Vom Studium, der Aus- oder Weiterbildung, zum Beruf. Jahr für Jahr wagen Absolventen der Möfa den großen und wichtigen Schritt von der Fachschule hinaus in die freie Wirtschaft. Das bedeutet: Loslösen von gewohnten Abläufen, Eigenständigkeit, kleines Geld oder große Chancen. Aber wie sehen sie eigentlich aus, die beruflichen Aussichten?

Wir wollten wissen, wie attraktiv sich der Möbelsektor derzeit für Jobbewerber darstellt und haben zwei führende Personalberater der Branche, Andreas Erbenich (Andreas Erbenich Personalberatung) und Thomas Spiekermann (TS Consulting), gefragt. Gelegenheit hierzu bot die hauseigene Ausbildungs- und Studienplatzmesse, die die Möfa Anfang Oktober in ihren Räumen veranstaltete.

 

Andreas Erbenich (Personalberater): " Den Menschen soll es gutgehen"

Was die allgemeine Stellensituation anbelangt, sind sich beide Gesprächspartner einig: Möfisten haben im Moment beste Voraussetzungen. Der konjunkturelle Aufschwung und die demographische Lage sorgen dafür, dass qualifizierter Nachwuchs auf allen Ebenen benötigt wird. Das schließt auch und vor allem Führungskräftenachwuchs ein. Andreas Erbenich: „Aus demographischer Sicht ist eines ganz klar hervorzuheben: In überdurchschnittlich vielen Unternehmen spielt in einigen Jahren das Thema Unternehmensnachfolge eine Rolle.“

Den perfekten Bewerber gibt es nicht. Aus Sicht des Handels aber durchaus Bewerber, die perfekt zum Unternehmen passen. Im persönlichen Gespräch wird bei der TS Consulting analysiert, für welche Firmen sich der Bewerber eignet und welche Stellenangebote für ihn in Frage kommen. Die jungen Menschen beim Start ins Berufsleben zu begleiten, ihre Bedürfnisse und Talente zu erkennen und ihnen gerecht zu werden – darauf komme es an, so Thomas Spiekermann. Unverzichtbar sei es auch, nicht nur Vermittler zu sein, hebt Andreas Erbenich hervor: „Ich möchte einen Mehrwert bieten, es darf nicht nur um schnelle Platzierung und Abwicklung gehen. Den Menschen soll es gut gehen, als Personalberater fungiere ich als mittel- oder langfristiger Ansprechpartner auf dem Weg hin zum Traumjob.“

Wer eine passende Stelle in der Möbelbranche sucht, sollte laut Andreas Erbenich und Thomas Spiekermann einige Grundvoraussetzungen mitbringen. „Gute Englischkenntnisse sind Pflicht“. Das weiß man längst, trotzdem unterschätzen viele junge Menschen den Stellenwert der Fremdsprache. „Flexibilität ist ein ganz großes Thema“, weiß Spiekermann. „Im Möbelhandel herrscht eine hohe Fluktuation, junge Berufsanfänger müssen hoch engagiert an ihren Arbeitgeber herantreten und dürfen auch den ein oder anderen Abteilungs- oder Standortwechsel nicht scheuen“.

 

Studierende Janina Gilbert, Thomas Spiekermann (Rohrer): " Flexibilität ist ein ganz grosses Thema"

Zwar sinkt flächendeckend die  Anzahl der Unternehmen. Durch die spezialisierte Ausbildung an der Möfa aber nicht die Karriereaussicht der Absolventen. „Spezialisierung spielt eine immer wichtigere Rolle“, erklärt Andreas Erbenich. Ein Unternehmen muss heute zwingend sein Profil schärfen, es muss herausstellen, wofür es steht und welchen Wert es seinem Kunden bietet. Und mit ihm seine Mitarbeiter. Für sie ist die Identifizierung mit der Unternehmensphilosophie Grundpfeiler für eine erfolgreiche Karriere – und, nicht zu vergessen, für ein erfülltes Berufsleben.

Text: Janina Gilbert

Foto: Natascha Brenner

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