Well done, MHK!Die Möfa-Perspektive auf die Jahreshauptversammlung 2011Im Möfa-Schuljahr gibt es ein Event, das stets aufs Neue und zuverlässig alle Schwärmer bestätigt und die Zweifler beschämt: Es ist die Jahreshauptversammlung der MHK Group im Berliner Estrel Hotel. Auch in diesem Jahr reisten 100 Möfisten auf Einladung von Hans Strothoff für ein Wochenende von der Domstadt an die Spree, gespannt auf erstklassige Vorträge zu Top-Themen, zugleich aber auch animiert von der Aussicht auf beste Unterhaltung.
Das Jahrestreffen stand unter dem Motto "Wir denken Zukunft". Ein Anspruch, den der Vorstandsvorsitzende Hans Strothoff gleich zu Beginn seiner Ansprache unterstrich: "Die Zukunft erkennt man nicht, man schafft sie!", lautete seine Botschaft. Die MHK Group wolle als Vordenker vorausgehen, Trends erkennen und agieren - nicht reagieren. Da ist zum Beispiel das Thema "Social Media", das im Rahmen der sich wandelnden Internetznutzung stetig an Bedeutung gewinnt. Passende Strategien und Lösungsansätze für das Web 2.0 waren daher der zentrale Gegenstand einer Podiumsdiskussion über die digitale Revolution. Moderiert von Carola Ferstl, TV-Journalistin bei n-tv, entwickelte sich unter Fachleuten mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen ein lebendiger und facettenreicher Austausch von Meinungen. Trotz unterschiedlicher Akzente gab es doch ein gemeinsames Fazit: Anspruchsvolle Küchen können nicht dauerhaft erfolgreich nur über einen Online-Shop vertrieben werden. E-Commerce ersetzt nicht den Fachhandel; Internetpräsenz bleibt Chance und ist nicht Bedrohung. Kreative Spezialisten werden gebraucht - auch in der nächsten und übernächsten Generation. Gute Vorträge lösen im Kopf des Zuhörers am Anfang gerne ein erstauntes "Hä?" aus. Sie bieten eine Idee oder eine Sichtweise, die ungewöhnlich ist und die aufmerksam macht. Später, wenn sich dann neue Einsichten entwickelt haben, wird aus dem "Hä" vielleicht ein verstehendes "Aha". Studierende sind mit solchen Vorgängen im allgemeinen noch besonders gut vertraut. Aha-Effekte besonderer Art ließen sich in Berlin erleben. Etwa beim Vortrag des Marketing-Experten Prof. Dr. Christian Blümelhuber. Augenzwinkernd provozierte er zunächst mit der These, Marketing sei Porno. Die Auflösung des Rätsels: Beide Bereiche leben von vielen einzelnen Nummern und von Höhepunkten. Ein bildhafter Vergleich, der die ernsthafte Überlegung vorbereitete, dass heute im schnelllebigen Geschäftsalltag mehrere Strategien angewandt werden müssen, um erfolgreich zu sein.
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Positive Perspektiven eröffnete am Samstagvormittag außerdem der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Dr. Norbert Walter. Unter dem Titel "Well done, germany" nahm er Stellung zur erfreulichen Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Deutschland habe sich deutlich von der Krise erholt und die neue Konsumfreude der Deutschen würde den Aufschwung noch weiter beflügeln. Jetzt sei es wichtig, den Arbeitsmarkt flexibel zu gestalten. "Menschen arbeiten, wenn Arbeit da ist und machen Urlaub, wenn Flaute herrscht", so seine Botschaft. Es sind nicht ausschließlich die Vorträge, die uns Möfisten nach Berlin locken. Da ist etwa noch die Messe "living & style". Eine ansprechende Plattform, um Gespräche mit anderen Branchenvertretern zu führen und neue Kontakte zu knüpfen. Alle Aussteller zeigten sich aufgeschlossen und nahmen sich für uns, den Branchennachwuchs, ausgiebig Zeit. Und noch ein weiteres Event stärkte das Selbstbewusstsein. Bereits zum siebten Mal wurde die Trophäe "Das goldene Dreieck" von einer prominent besetzten Jury an die schönsten Küchen im ganzen Land verliehen. Platz 1 belegte die Planung eines ehemaligen Möfisten: Jörg Adrian studierte von 1992 bis 1994 an der Möfa und absolvierte dort den Abschluss als "staatlich geprüfter Betriebswirt". Heute sind er, sein Bruder (ebenfalls Möfa-Betriebswirt) und sein Vater die Seele von "Adrian Küchen", einem mittelständischen Küchenspezialisten in Aschaffenburg. Von hier aus nehmen Auszubildende den weiten Weg zur Berufsschule nach Köln in Kauf, um optimal auf ihren späteren Beruf vorbereitet zu sein. Wie fühlt es sich an, Sieger zu sein? "Klasse", sagt man in Aschaffenburg spontan und mit Überzeugung. "Menschlich, bodenständig, zuverlässig" will man sein, das verrät auch die Website, die nicht zuletzt erneut auf die Möfa hinweist. Ein Grund mehr, warum sich auch die Fachschule über den Preis für die Planung einer 8,5 Meter langen Kücheninsel freut, die heute in einer renovierten alten Bauhaus-Villa steht. Was wäre schließlich das MHK-Erlebnis ohne den Galaabend? Ohne die gespannte Vorfreude auf festliche Stunden, die schönen Kleider, das Vier-Gänge-Menü, die musikalische Untermalung, dieses Mal durch die "Stars on Concert". Die Band gab uns mit Hits von Elvis Presley, Buddy Holly, Freddie Mercury und "Diana Ross and the Supremes" einen Eindruck von den "alten Zeiten". Zugleich legte im Festival-Center DJ Worthy Davis aktuelle Chart-Musik auf. Gemeinsam mit den anderen Gästen feierten wir Möfisten bis in die Morgenstunden. Auf dem Weg zurück nach Köln zeigten Studierende erste Fotos. Unter anderem Gruppenaufnahmen der angehenden Küchenspezialistinnen mit Dschungelkönig Peer Kusmagk und dem Schauspieler Ralf Bauer. Ein herzliches Dankeschön gilt unserem tollen Gastgeber Hans Strothoff.
Text: Torben Tacke Foto: Christian Müller, Anna Pflichtenhöfer |