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Fortsetzungsgeschichte

Möbel Mahler und Casa Léon, Teil 2


Mögen Sie Fortsetzungsgeschichten? Geschichten mit klaren Höhepunkten und mit einem Ende, das einen ungeduldig schon auf die nächste Woche warten lässt? Vielleicht wiegt da der eine oder andere eher bedenklich den Kopf. In der Regel lesen wir heute einfach mit höheren Ansprüchen als früher - und das Warten auf die Fortsetzung fantasievoller Geschichten ist da nicht unbedingt unsere Sache. Bei Updates zu bereits bekannten Nachrichten aus dem wirklichen Leben sind wir dagegen viel gnädiger. Vielleicht denken auch Sie hier spontan an politische Ereignisse.

Ein erfreuliches Update zu einer Erfolgsgeschichte findet sich in diesem kurzen Bericht. Treue Leser der möbel kultur erinnern sich vielleicht noch an eines der Top-Themen in der Dezemberausgabe. Es ging um einen Fachkongress zum Thema "Junges Wohnen - fit für die Zukunft?", veranstaltet im exklusiven Schulungszentrum Casa Léon auf Gran Canaria. Zum Meinungsaustausch eingeladen hatte das Unternehmen Möbel Mahler, zu dem bislang drei große Einrichtungszentren gehören. "Wie können wir Händler gegen die Internetangebote bestehen?", fragte Seniorchef Gerhard Mahler in diesem Rahmen und verwies auf die Kosten, die durch die Darstellung der Produkte am POS und durch die Beratung entstehen.


"Im Dezember nach Gran Canaria. Einer von glücklichen Möfisten bei der Abreise."

Das Problem ist bekannt. In einem eingehenden Artikel über den Internethändler "Amazon", den das Nachrichtenmagazin "Focus" Anfang Dezember veröffentlichte,  wurde das Verhalten von Kunden im Elektrogroßmarkt untersucht. Hier fiel auf: Kunden betrachten oft erst die Produkte - und dann ihr Handy. Dabei geht es hier um nichts anderes als um den Preisvergleich mit dem Internet. Das rührt natürlich an den Nerv des Händlers. "Liebes Internet, wenn Du unsere Preise schon kopierst, kopier´ die 14.694 Mitarbeiter gleich mit",  ließ deshalb sogar der Media-Markt die Öffentlichkeit unlängst auf Plakaten wissen.

Gran Canaria, Casa Léon, der zweite Teil: Auf erhöhter Insellage mit herrlichem Blick über die Dünenlandschaft und auf den atlantischen Ozean traf sich die Leitung von Möbel Mahler Ende des vergangenen Jahres erneut mit arbeitsamen Gästen. Dieses Mal mit zwanzig Studierenden von der Fachschule des Möbelhandels. Sie waren Wochen zuvor in einem kurzen Bewerbungsverfahren ausgewählt worden und wussten durch ihre Vorarbeit schon genau, was sie erwartete. Es ging um neue, frische Ideen für die geplante Neueröffnung eines Einrichtungshauses in Neu-Ulm, mit circa 70.000 Quadratmetern ein wahrer Gigant. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Überlegungen sollte der Bereich "trends to go" stehen; entsprechende Arbeitsgruppen zu den betrieblichen Kennzahlen, zum Marketing und zur Gestaltung der Verkaufsfläche waren längst in Köln gegründet worden.


"Arbeitssitzung der Gruppe "Betriebliche Kennzahlen"

Hochkonzentriert in der Sache, aber entspannt, fast familiär im Umgang miteinander - das kennzeichnete den Arbeitsstil, zu dem die Gruppen in Gran Canaria schnell fanden. Die Gastgeber hatten hieran einen wesentlichen Anteil: Der Seniorchef, Gerhard Mahler, kam persönlich auf die Insel, wechselte immer wieder von einem der drei Arbeitstische zum anderen, zeigte sich äußerst offen und interessiert. In gleicher Weise traten auch Michael Mahler, zuständig für den Einkauf im Bereich "Junges Wohnen", Gesamtvertriebsleiter Ronald Kegel und weitere Experten aus dem Umkreis des Unternehmens auf. Allen gemeinsam war das Ziel, in Neu-UIm ein Erlebnis für alle Sinne zu schaffen, das durchaus gegen die Eindrücke aus dem Internet bestehen kann.

Was könnte etwa das Leitmotiv für die Eröffnungsaktion des neuen Einrichtungshauses sein? Hierüber dachte die Marketing-Gruppe im Rahmen eines Brainstormings nach. Wer das Verfahren gut kennt, weiß, dass es zunächst vor allem auf die Fülle vielfältiger Ideen ankommt; zunächst ist der kreative Träumer in uns am Zug, der scharfzüngige Kritiker liegt dagegen anfangs noch in Ketten. "Wir haben auch viel gelacht", erinnerte sich nachträglich ein Gruppenmitglied, "im Ergebnis aber konnten wir eine Fülle von neuen Ansätzen zusammentragen. Einzelne Aspekte wurden dann später sorgfältig ausgearbeitet." Ein Komplettpaket an Events und Aktionen wurde geschnürt, konkrete Vorstellungen zu deren Umsetzung entwickelt.

Zur gleichen Zeit entwickelte eine zweite Arbeitsgruppe Planungen für eine Gestaltung der Verkaufsfläche im Bereich "Junges Wohnen". "Wer immer dasselbe Mehl verwendet, backt immer das gleiche Brot", weiß ein Sprichwort. Deshalb gingen die Studierenden bewusst neue Wege. So wollten sie dem Kunden zum Beispiel ungewohnt perfekte Kauferlebnisse im Rahmen eines geplanten Matratzenstudios "Traumgarten" bieten. Erlebnisse perfekter Entspannung, die die Devise "Schlafen wie auf Wolken" schon beim Probeliegen mit neuen Inhalten füllt. Was spricht außerdem dagegen, branchenübliche Begriffe wie "Schrankstraße" einmal ganz wörtlich zu nehmen und hieraus neue Schlussfolgerungen für die Art der Produktpräsentation zu ziehen? Ähnlich wie die beiden anderen Gruppen kamen Projektmitglieder bei ihrer weiteren Gedankenreise gut in Fahrt und lieferten so innovative Impulse für eine außergewöhnliche Produktpräsentation.

Nicht zu vergessen: die Gruppe "betriebliche Kennzahlen". Sie arbeitete nach Vorgaben, die von den anderen Häusern des Unternehmens stammten. Auf dieser Grundlage wurde der zu erwartende Umsatz mit unterschiedlichen Szenarien geschätzt und eine Personaleinsatzplanung für das Junge Wohnen entwickelt. Im Verlauf des Arbeitsprozesses raufte sich die Gruppe immer mehr zusammen und entwickelte in der Endphase noch bis zur mitternächtlichen Stunde konkrete Ideen zu Provisionsmöglichkeiten für studentische 400-Euro-Jobber.

Gespannte Zuhörer bei der Präsentation der Arbeitsergebnisse. Rechts vorne Gerhard und Michael Mahler (von rechts).


"Das wurde gut vorgetragen, hatte wirklich Stil, es gab ein sofortiges Feedback und eine ertragreiche Diskussion." Der begleitende Möfa-Dozent Uwe Rau zeigte sich auch im Nachhinein äußerst zufrieden mit der abschließenden Präsentation der Gruppenergebnisse. Offensichtlich können das die Gastgeber der Möfisten nicht anders gesehen haben. "Denkt bei der Bewerbung an uns", gab Ronald Kegel den Studierenden mit auf den Weg. Eine Botschaft, die gerne gehört wurde.


Text:  PR- und Projektgruppe
Foto: Tobias Feuchtmaier, Janina Gilbert



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