| Wer an einem ertragreichen Projekt arbeitet, ist Träumer, Pragmatiker und Kritiker in einem. Zunächst träumt er. Von schlüssigen Antworten auf offene Fragen, von überzeugenden Lösungen für ungeklärte Probleme, von idealen oder zumindest verbesserten Zuständen. Danach denkt er. Er sucht nach Wegen, die zu einer Lösung führen könnten, er prüft – mehr als einmal -, verwirft und findet. Schließlich arbeitet er sorgfältig aus, was er für gut befunden hat, kritisiert es selbst, verbessert es dann weiter und gelangt am Ende zu vorzeigbaren Resultaten.
Projektarbeit ist Herausforderung und Chance zugleich. Mit ihr werden schon an der Möfa Erfahrungen gemacht, die für das weitere Berufsleben wertvoll sind. Nehmen wir zum Beispiel die Einrichtungsfachberater. Anfangs fiel es nicht leicht, sich für ein Thema zu entscheiden. Nach langen gemeinsamen Sitzungen besann man sich dann auf persönliche Stärken: Auf das eigene ästhetische Gespür und auf praktisches Geschick, verbunden mit dem Bedürfnis, im Hier und Jetzt, an der eigenen Schule, die Dinge anzupacken.
Genau das ist geschehen. Im ersten Obergeschoss neben der Aula befindet sich ein Lichtschacht, der von vielen Besuchern passiert wird. Hier wurden inzwischen die Wände neu gestrichen, ein dunkler Boden eingezogen und ein Spiegel aufgehängt. Vor allem aber sorgen ein hochwertiges Leuchtensystem, gesponsert vom Leuchtenhaus Lukassen in Kleve, und Stoffe von Jab Anstoetz für eine veränderte Optik.
Auch sonst hinterließ die Projektarbeit Spuren im oberen Flur des Schulgebäudes. Sorgfältig gestaltete Schaukästen an den Wänden bieten Informationen zu namhaften Designern und deren Projekten. Einige Schritte weiter präsentiert ein beleuchtbares Regal Stühle der Firma Heller. Es sind in lizenzierter Auflage hergestellte „Klassiker“ der schönen Form, ausgewählt in den Farben rot, weiß und grau. So entsprechen sie dem Möfa-Logo, das auf der Fensterfront hinter dem Regal zu sehen ist.
Zum Schluss werfen wir einen Blick in den Zeichensaal 1. Dort findet sich ein neues Sofa, weniger zum Sitzen als zum Betrachten und Lernen geeignet. Es ist ein Polstermöbel, das wahrhaft zwei Gesichter zeigt: Die linke Seite traditionell, gepolstert mit Afric, Sanocrin und Reißwolle, die rechte Seite hingegen modern mit Schaum, Vlies und Stoffen aus pinkfarbenem Cord gestaltet. Kollagen an den Wänden veranschaulichen den Wandel von Alt nach Neu.
Eine Projektarbeit ist damit zunächst getan. Sie rechnet aber fest mit weiteren Nachfolgern und vor allem Unterstützern. Wir wünschen ihnen schon jetzt viel Erfolg.
Text: EFB-Projektgruppen Foto: Projektgruppe, Tilo Heidt, Sabine Rodekirchen
|